Verfassen islamwissenschaftlicher Wikipedia-Artikel Übung im Fach Islamwissenschaft im SS 2007

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Alexander Jost

Anmeldungsdatum: 11.05.2007 Beiträge: 18
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Verfasst am: 02.06.2007, 12:01 Titel: Safarname |
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Safarname
Safarname, Safarnameh, Safarnama, Safarnamah, Safarnoma, سفرنامه, pers.: "Buch der Reisen, Reisebericht" ist der Titel diverser persischer Schriften aus verschiedenen Epochen. Dieser Artikel widmet sich dem Reisetagebuch des persischen Dichters und Philosophen Nasir-i Husrau.
Zum Safarname des Guru Gobind Singh siehe hier
Zum Safarname des Mirza Mohammad Hosayn Farahani siehe hier
In seinem Safarname beschreibt Nasir-i Husrau die auf seinen Reisen nach Jerusalem, Mekka und Kairo gesammelten Eindrücke. Durch die Detailtreue und Zuverlässigkeit seiner Beschreibungen ist es eine der herausragenden literarischen Quellen hinsichtlich der Landeskunde des mittelalterlichen Orients. Als eines der ältesten Neupersischen Prosawerke ist es darüberhinaus ein wichtiges Zeugnis zur Beschäftigung mit der Entwicklung der Neupersischen Sprache.
| Zitat: |
Inhaltsverzeichnis (später eigenes Wikipedia-Element mit geänderter Grafik)
1 Nasir-i Husrau (1003-1088)
2 Die Reisen
2.1 Die erste Reise
2.1.1 Vor der Abreise
2.1.2 Nordiran und Armenien
2.1.3 Die Levante
2.1.4 Jerusalem, Palästina und die erste Mekkareise
2.2 Die zweite Reise
2.2.1 Von Jerusalem nach Ägypten
2.2.2 Kairo und die zweite Mekkareise
2.3 Die dritte Reise
2.4 Die vierte Reise
2.4.1 Von Kairo über Assuan nach Mekka
2.4.2 Mekka
2.4.3 von Mekka nach Basra
2.4.4 Heimkehr nach Balh
3 Erläuterungen
3.1 Das Safarname als regionalhistorische Quelle
3.2 Das Safarname im Spiegel der Biographie des Autors
3.3 Das Safarname und die persische Sprache
4 Zitate und Anmerkungen
5 Literatur
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Nasir-i Husrau (1003-1088)[1]
zum Hauptartikel: Nasir-i Husrau
Der Autor des Safarname war Beamter, Weltreisender, Philosoph, Dichter und Missionar und erfährt bis heute durch viele Ismailiten eine heiligenähnliche Verehrung.
Seine Wurzeln liegen in dem Städtchen Qubadian nahe dem heutigen Mazar-i Sharif im Norden Afghanistans. Nach langjähriger Tätigkeit als Hofbeamter und wenig religiösem Lebenswandel bekehrt er sich unter Umständen, über die widersprüchliche Angaben vorliegen zur ismailitischen Lehre und entschließt sich, die tausende Kilometer lange Pilgerreise nach Mekka anzutreten. Über die Erfahrungen und Erlebnisse dieser Reise, die am Ende sieben Jahre dauern und ihn neben Mekka auch nach Jerusalem führen soll, schreibt er sein bekanntestes Werk, das Safarname. Nach seiner Rückkehr durch die Erfahrungen der Reise und seine Eindrücke am fatimidischen Hof bestärkt widmet er sich ganz der Missionstätigekeit, fällt hierdurch bei den sunnitisch-seldschukischen Machthabern jedoch bald in Ungnade und wird in das Dörfchen Yamgan im Pamirgebirge verbannt. Dort fristet er unter der Protektion eines unbedeutenden ismailitischen Fürsten ein ärmliches Dasein, wobei er jedoch bis zu seinem Lebensende im Alter von 84 Jahren noch lange Zeit schreiben und veröffentlichen kann.
Die Reisen
Die erste Reise
Vor der Abreise
Zu Beginn seiner Erzählung schildert sich der Beamte und Schreiber Nasir-i Husrau als wenig religiösen Menschen, der gerne dem Wein zusprach. Auf einer Dienstreise wird ihm jedoch im Traum geraten, sein Heil nicht länger in der Trunkenheit zu suchen, sondern im Glauben. So beschließt er nach Mekka zu pilgern, gibt sein Amt auf und versetzt all seine Habe.
Nordiran und Armenien
Am 5.März 1046 bricht er von Marv auf und durchwandert ihm noch vergleichsweise geläufiges Gefilde, weswegen seine landeskundlichen Schilderung eher knapp ausfallen. Er erwähnt, daß etwa einen Monat nach seiner Abreise eine Sonnenfinsternis zu beobachten gewesen sei. Über Nishapur reist er weiter, macht einige kleine, merkwürdige Bekanntschaften und gelangt im Juli über Qazwin nach Shamiran. Dort, so schreibt er "herrschen so vollkommene Gerechtigkeit und Sicherheit, daß niemandem etwas weggenommen werden kann. Wenn die Leute Freitags in die Moschee gehen, lassen sie die Schuhe draußen liegen und niemand stiehlt sie."[2]
Täbriz schildert Nasir-i Husrau als sehr große Stadt, in der vier Jahre zuvor bei einem Erdbeben 40.000 Menschen ums Leben gekommen sein sollen. Von hieraus gelangt er Mitte November ans Ufer des Vansees und damit ins christliche Armenien. "hier verkaufte man auf dem Markte Schweinefleisch wie Schaffleisch und Männer und Frauen tranken auf Bänken vor den Läden sitzend ohne Scheu Wein."[3] Gegen die Unbillen des Winters reist er weiter. Voll Bewunderung schildert die Architetektur der Städte Mayyafariqin und Amid, dessen Stadtmauern bei ihm einen besonderen Eindruck hinterlassen haben müssen.
Die Levante
Wenig später, um den Jahreswechsel 1046/1047 überschreitet Nasir-i Husrau den Euphrat und gelangt nach Syrien. Die Stadt Aleppo und ihre Festung bewundert er und reist weiter nach Ma'arrat an-Nu'man. Er beschreibt das dortige Stadtoberhaupt, Abu 'l-A'la-i Ma'arri, einen berühmten Dichter, der blind sei, asketisch und bescheiden, von aller Welt auf das höchste geschätzt werde und viele Schüler habe. Enthusiasmus ergreift Nasir-i Husrau bei der Beschreibung der Stadt Tripolis. Ihr Reichtum, die Tapferkeit ihrer Bewohner, die Schönheit ihrer Freitagsmoschee und manches andere erwecken sein Wohlgefallen. Auch weist er hier darauf hin, daß die Bewohner alle Schiiten seien. "die Schiiten haben in allen Ländern schöne Moscheen errichtet"[4], stellt er fest. Auf der Weiterreise bemerkt er in der Umgebung von Beirut reichlich Ruinen aus Marmorsäulen, über deren Ursprung ihm jedoch niemand Auskunft geben kann.
Die Städte Saida, Sur und Akka lobt und beschreibt er als blühend, wie er es mit beinahe allen Städten der Levante tut. Von Akka aus schlägt er Ende Februar den Weg ins Hinterland ein und wandert weiter nach Osten.
Unter Führung eines Persers, den er zufällig trifft, pilgert er zu den Gräbern, Akks, Esaus, Simons, Huds, Ezras, Jethros, der Frau und der Mutter Mose und der Brüder Josefs. Über Tiberias am See Genezareth gelangt er daraufhin ans Tote Meer und wieder zurück an die Küste nach Akka. Caesarea und Ramla sind seine letzten Stationen, ehe er am 5.März 1047 das erste wichtige Ziel seiner Reise erreicht: Jerusalem.
Jerusalem, Palästina und die erste Mekkareise
Jerusalem kann an dieser Stelle nicht im gleichen Umfang und mit der gleichen Liebe zum Detail beschrieben werden wie Nasir-i Husrau dies tut. Aus seiner Beschreibung wird jedoch zweifelsohne die hohe Bedeutung deutlich, die er der heiligen Stadt beimisst. Wenn er auch hier seinen nüchternen Objektiven Stil nicht aufgibt, so versucht er doch ganz offensichtlich, ein vollständiges, teils beinahe fotografisches Bild dessen abzugeben, was er erblickt. Nach dem allgemeinen Lob des Reichtums und der Schönheit der Stadt berichtet er hauptsächlich über den Tempelberg mit der Al-Aqsa-Moschee und dem Felsendom. Die Angaben die er hierzu macht sind so genau, daß Manfred Mayrhofer in seiner Ausgabe der deutschen Übersetzung sich genötigt sieht bezüglich des Verhältnisses der Seiten des Felsendoms zueinander, die Nasir-i Husrau als gleichlang beschreibt, zu kommentieren "Die acht Seiten sind nicht alle gleich lang. Die Längen schwanken zwischen 20,2 und 20,7 Metern[5]" Weiterhin finden in dem Bericht unter anderem das Grab Absaloms und der Ölberg Erwähnung.
Bevor Er am 13. Mai von Jerusalem aus zu seiner ersten Reise nach Mekka aufbricht, besucht Nasir-i Husrau noch die in der Umgebung der Stadt gelegenen Gräber Abrahams, Isaaks und Josefs. Über die Reise und Mekka selber berichtet er uns so gut wie nichts, sondern verspricht lediglich bei bei seiner letzten Reise genauer auf die Stadt einzugehen, vermutlich weil der Zeitpunkt seiner ersten Reise nicht in den Monat der islamischen Pilgerfahrt fiel und die Reise damit nur als Besuchswallfahrt ('Umra) galt. Wieder zurück in Jerusalem widmet er dann interessanterweise der christlichen Grabeskirche ein Kapitel mit recht ausführlicher Beschreibung ihrer Architektur und ihrer Nutzung.
Die zweite Reise
Von Jerusalem nach Ägypten
Die Zeit bis zum eigentlichen Wallfahrtsmonat nutzt Nasir-i Husrau nun dahingehend, dass er eine Reise nach Ägypten unternimmt. Hierzu reist er von Jerusalem aus zunächst an die Küste, zur Hafenstadt Askalon, von dortaus reist er weiter nach Tinnis. Über die Lage dieser Stadt sind heute wiedersprüchliche Angaben zu finden, er lokalisiert sie jedoch auf einer Insel vor der Küste des Nildeltas. Tinnis wird an dieser Stelle eine derart umfangreiche und euphorische Beschreibung zuteil, dass der Bericht geradezu aus den anderen heraussticht. Unter Zuhilfenahme zahlreicher Beispiele schildert er die besonderen Qualitäten vor allem des Textilhandwerks in der Stadt sowie ihren Reichtum und ihre vortreffliche Organistion. So sei "nur ein Steuereinnehmer da, [...]. Die Steuer wird nie verweigert und von niemandem wird sie mit Härte eingetrieben."[6]
Am 3. August erreicht Nasir-i Husrau Kairo. Bevor er sich jedoch einer genaueren Schilderung dieser Stadt widmet, sind noch Beschreibungen Alexandriens, des Roten Meeres, der nordafrikanischen Nordküste und selbst Siziliens und Andalusiens eingefügt. Von diesen berichtet er jedoch nur, was er durch dritte erfahren hat, selber dort gewesen ist er nicht.
Kairo und die zweite Mekkareise
Wenn Nasir-i Husrau von Kairo (Al-Qahira Mu'izziya) spricht, so meint er eine Siedlung etwas nördlich der eigentlichen Hauptstadt, die er "die Stadt Misr" (sahr-i misr) nennt. Der Besuch und die Beschreibung dieser Stadt jedenfalls nehmen im Safarname eine zentrale Stellung ein. Zunächst beschreibt er ihre Lage im Niltal und die Gewohnheiten der Ägypter, ihre Lebensweise dem Steigen und Fallen des Nilpegels anzupassen. Er berichtet über die Legende, daß die Stadt an der einzigen Stelle errichtet worden sei, an der man den Nil überqueren könne, ohne von den Krokodilen gefressen zu werden. Die prachtvolle Hofhaltung des schiitisch-ismaililitischen Fatimiden-Kalifen Al-Mustansir (er nennt ihn "Sultan) schildert er ebenso wie die Gebäude und Gärten seines Palastes. Eine besonderst detaillierte Beschreibung räumt Nasir-i Husrau der "Öffnung des Halig" ein, einem gewaltigen Staatsakt mit Militärparade und Volksfest, das die symbolische Öffnung des Palastkanales stellvertretend für alle anderen Kanäle im Lande zum Anlass hat. Er nutzt hierbei die Gelegenheit der Beschreibung der Militärparade, um die umfangreichen Truppenkontingente, die dem Fatimiden-Kalifen zu Gebote stehen, aufzuzählen. Nach diesen und weiteren Darstellungen fatimidischen Glanzes, kommt der Autor zur Anlage der Stadt selbst. Er berichtet von Häusern mit bis zu vierzehn Stockwerken, in denen 350 Menschen wohnen, von den großen Markthallen ebenso wie von den heute noch vorhandenen Moscheen Ibn Tulun, 'Amr Ibn Al-'As und Al-Atiq. Auch zu Handwerk und Handel weiß er viel interessantes zu berichten, so zum Beispiel, dass "Die Kaufleute Misrs die Wahrheit zu sprechen pflegen, was immer sie verkaufen. Wenn einer den Käufer belügt, wird er auf ein Kamel gesetzt, bekommt eine Glocke in die Hand und muß in der Stadt umherreiten und ausrufen: 'Ich habe die Unwahrheit gesagt'"[7] An den Marktgassen stehen insgesamt 50 000 Esel jeden Tag als Transportmittel zur Miete bereit. Nasir-i Husrau berichtet, der Sultan gebe zweimal jährlich ein Bankett für die gesamte Bevölkerung, die dann in 12 Palastgebäuden zugleich Platz nehme und verköstigt werde, auch er habe an diesem Bankett teilgenommen und nutzt dessen Beschreibung abermals zur Demonstration fatimidischer Pracht. Der Kalif wird für seine Großzügigkeit und auch für den Umstand gelobt, dass er fremden Reichtum neben seinem eigenen respektiere und niemandem etwas neide.
Ein Dreivierteljahr später, am 18. April 1048 bricht Nasir-i Husrau zusammen mit einer Karawane des Kalifen erneut nach Mekka auf. Von der Reise verrät er nur, dass dort große Not und Mangel am Nötigsten geherrscht habe und, dass er von der Stadt bei späterer Gelegenheit berichten werde.
Die dritte Reise
Nach dem zweiten Besuch in Mekka, bei dem Nasir-i Husrau nun Gelegenheit gehabt hatte, die vollwertige Pilgerfahrt (Hagg) durchzuführen, kehr er nach Misr zurück, verbringt dort im Umfeld des Kalifen ein ganzes Jahr und reist im nächsten Jahr wieder zusammen mit dessen Karawane nach Mekka. Er berichtet noch von einer Gruppe persischer Pilger, von denen einige an den Strapazen eines Gewaltrittes, den ihnen ihre beduinischen Führer aufgezwungen hätten gestorben seien. Weiterhin kehrt er jedoch ohne besondere Vorkommnisse nach Misr zurück.
Die vierte Reise
Von Kairo über Assuan nach Mekka
Im folgenden Jahr, 1050, bricht Nasiri-Husrau ein letztes Mal von Kairo aus in Richtung Mekka auf, dieses Mal im Mai, direkt nach dem Opferfest. Den Weg den er dieses Mal wählt ist ein anderer. Da er nicht mit der Karawane des Kalifen reist, fährt er zunächst mit dem Schiff den Nil hinauf bis Assuan. Unterwegs beschreibt er Asyut, von dem er besonders hervorhebt, dass dort Mohn angebaut und Opium produziert werde und erwähnt, die Ruinen von Alt-Theben bei Luxor gesehen zu haben. In Assuan selber bleibt er drei Wochen, um für die entbehrungsreiche Reise durch die Wüste ans Rote Meer Kräfte zu sammeln. Nach 15 Tagen Kamelritt durch beinahe gänzlich wasserlose Ödnis erreicht er am 28. Juli 1050 die Küstenstadt 'Aidab am Roten Meer. Er beschreibt sie als von gottlosen Heiden bewohnt, doch "sie sind keine schlechten Menschen, stehlen und rauben nicht [...] Die Muslime und andere aber stehlen ihnen die Kinder, bringen sie in die Städte des Islam und verkaufen sie"[8] Da der Wind ungünstig steht, bleibt Nasir-i Husrau für ganze drei Monate in Aidab, predigt den Bewohnern den Islam und genießt die Gastfreundschaft eines ihm nur über einen jüngst gewonnenen Freund bekannten Mannes und lobt dessen ungetrübtes Vertrauen in einen Menschen, den er noch kaum kennengelernt hat. Nach Ablauf der drei Monate schifft er sich nach Gidda ein und erreicht wenig später, am 18. November die Tore Mekkas.
Mekka
Die Beschreibung Mekkas fällt sehr sachlich aus. Er bleibt bei diesem letzten Besuch ein halbes Jahr in der Stadt und arbeitet als Moscheediener, was natürlich an dieser heiligen Städte ein besonders gottgefälliges Werk ist. Diesen letzten Besuch nutzt er daher auch zur Beschreibung der Abläufe der Wallfahrt sowie des Ortes Mekka selber. Interessant ist, dass er die Abläufe der Hagg und der 'Umra derart ausführlich beschreibt, das lässt darauf schließen, daß sie dem persischen Muslim seiner Zeit nicht bekannten gewesen sind. Auch widmet er der Moschee und der Kaaba selbst einen großen Abschnitt. Offensichtlich war es zu dieser Zeit den Pilgern auch möglich, das innere der Kaaba zu besuchen, denn er bezieht es nicht nur in seine Beschreibung mit ein, sondern schildert es sogar als reich geschmückt und berichtet, das darin Teile der Arche Noah zu sehen seien und, wie nach der Öffnung der Kaaba durch die Moscheediener die Pilger im inneren der Kaaba das Gebet verrichteten
Über die Stadt selber erwähnt er nur, dass sie in einem Talkessel liege, deren Mitte die Moschee bilde und runde 2500 Einwohner habe. Abermals berichtet er von großer Not und schlimmer Nahrungsmittelknappheit. Zwar hätten "die Kalifen von Baghdad viele schöne Gebäude [...] errichten lassen, aber zu der Zeit [...] waren die einen verfallen, dier anderen Privatbesitz geworden."[9]
Von Mekka nach Basra
Am 4. Mai 1051 verläßt Nasir-i Husrau die Stadt des Propheten und wendet sich zur Heimreise. Er wählt hierzu den Weg quer durch die Arabische Wüste, and der Golfküste entlang und quer durch den Iran. Nach einer letzten Rast in Ta'if bricht er in die Wüste auf. Diese Reise schildert er als gefährlich und unsicher, vor allem wegen der räuberischen Beduinen. "Man sagt, dass hier kein Statthalter und kein Herrscher gebiete, [...] Räuber und Mörder bekämpfen und befehden einander den ganzen Tag."[10] Des weiteren weiß er zu berichten von siebzigjährigen Greisen, die erzählten, "dass sie in ihrem ganzen Leben nichts getrunken haben als Kamelmilch, denn in diesen Wüstneien gibt es nur salziges Futter, das die Kamele fressen und diese Leute glauben, dass es auf der ganzen Welt so sei."[11] In der Oasenstadt Falag nahe des heutigen Riad muß er eine Zwangspause einlegen und lebt unter ärmlichsten Verhältnissen. "Die Leute hier waren nackte, hungernde, unwissende Menschen."[12] vermerkt er knapp. Nach vier Monaten endlich hat er die Gelegenheit mit einer Karawane nach Lahsa im Vorland der Golfküste weiterzureisen. Über diese Stadt berichtet Nasir-i Husrau viel interessantes. Seine Bewohner seien Anhänger der Sekte des Abu-Sa'id. Sie erkennen zwar die Autorität des Propheten an, beten jedoch nicht, ja haben nicht einmal eine Moschee. Dennoch sei ihre Gesellschaftsform sehr gerecht, ja geradezu mildtätig und humanistisch. Bezüglich ihrer Tischsitten wiederum schreibt der Autor mit Befremden: "In der Stadt Lahsa verkauft man das Fleisch aller Tiere wie Katze, Hund, Esel, Rind und Schaf.[...] Man mästet die Hunde dort wie fette Schafe, so dass sie schließlich nicht mehr gehen können. Dann schlachtet und verzehrt man sie."[13]
Heimkehr nach Balh
Am 27. Dezember 1051 erreicht Nasir-i Husrau Basra. Er hat kein Geld mehr, seine Kleidung ist zerschlissen, seine Haare ungeschnitten und er kann den Mietpreis seines Kamels für die Anreise nicht bezahlen. Im Badehaus, in dem er sich waschen will, verwehrt man ihm den Zutritt. Durch einen guten Kontakt und die großzügige Hilfe eines Wesirs gelingt es ihm jedoch zu bescheidenen Mitteln zu kommen. Er kleidet sich neu ein und lässt es sich nicht nehmen, dem Bad, in dem man ihn so unwürdig behandelt hatte einen weiteren Besuch abzustatten und die peinlich berührten Minen der Bediensteten zu lesen, die ihm nun Respekt erweisen. In der Folge beschreibt Nasir-i Husrau die Stadt ausführlich und erklärt das Phänomen von Ebbe und Flut, mit dem er hier an der Golfküste erstmals in Berührung kommt.
Im Februar 1052 endlich sticht er auf einem Schiff, das ihm der Wesir organisiert hat in See und fährt nach Abadan. Von dortaus setzt er seine Reise in nördlicher Richtung über die Stadt Mahruban nach Arragan fort. Die nächste größere Stadt die er nun erreicht ist Isfahan. Hier äußert er sich lobend über ihren guten Zustand, die schöne Freitagsmoschee und die umfangreiche Infrastruktur, die Händlern und Reisenden hier zur Verfügung stehe. "Ich aber sah im ganzen Land der Persischredenden keine schönere, volkreichere und blühendere Stadt als Isfahan"[14] beschließt er seine Ausführungen. Er verweilt 20 Tage in der Stadt und reist dann weiter. Wohl analog zu seiner zügigen Reisegeschwindigkeit berichtet Nasir-i Husrau nur knapp von den folgenden Stationen seiner Reise. In Tabas erwähnt er, wie durch strenge Gesetze hier vorbildlich Ordnung und Sicherheit geschaffen seien: "Hier wagt es kein Weib mit einem fremden Mann zu sprechen, und wenn es eine tut, so tötet man beide."[15] Er bleibt eine Weile als Gast des Fürsten hier ehe er weiterzieht. Auf dem Wege wird er von Räubern überfallen, kommt jedoch unbeschadet davon. Über Qa'in, Sarahs und Marw erreicht er letzten Endes im Oktober des Jahres 1052 Balh.
Beinahe sieben Jahre sind seit seiner Abreise vergangen. Er unterrichtet sogleich seinen Bruder, der keine Nachricht von ihm erhalten hatte von seiner Ankunft. Das Safarname endet damit, dass Nasir-i Husrau der Freude Ausdruck verleiht, all die Abenteuer gut überstanden zu haben, Gott dafür dankt und seiner Hoffnung Ausdruck verleiht, später noch eine Reise nach Osten unternehmen zu können.
Erläuterungen
Das Safarname als regionalhistorische Quelle
Es ist deutlich zu erkennen, dass für Nasir-i Husrau nicht nur seine wichtigen, religiös motivierten Ziele, die Städte Jerusalem, Kairo und Mekka zählen, sondern dass der Weg für ihn auch ein Ziel ist. Mit Neugier und Interesse beschreibt er die Welt, durch die er wandert. Wo er sich über etwas wundert oder sich etwas nicht erklären kann, fragt er oftmals nach oder stellt Nachforschungen an, bis er eine zufriedenstellende Erklärung findet. Daher ist das Safarname heute eine wichtige Quelle und ein reicher Fundus für jeden, der sich mit der historischen Landeskunde des Nahen Ostens beschäftigt.
Da Nasir-i Husrau auf Persisch und auch in erster Linie für ein persisches Publikum schreibt fallen seine Ortsbeschreibungen solange er sich auf persischem Boden befindet noch recht knapp aus, stattdessen weiss er hier einige nette zwischenmenschliche Anekdoten zu berichten, die der Leser vor allem aus dem Kontext der Kenntnis seiner Heimat interessant gefunden haben dürfte. Sobald er jedoch die großen Handelszentren der Levante erreicht ändert sich dies. Je nach ihrer Bedeutung widmet er den einzelnen Städten eine geradezu systematische Beschreibung, deren wichtigste Punkte immer die Wasserversorgungssituation, die Architektur ihrer Moscheen und Preise und Angebot der Dinge des täglichen Bedarfes sind. Sobald er das Einflussgebiet der Fatimiden betritt werden die Beschreibungen ausführlicher und lobender.
Trotz dieses sicherlich auch durch eigene Beweggründe motivierten Phänomenes sind die Beschreibungen Nasir-i Husraus immer betont sachlich und auf inhaltliche Korrektheit bedacht. Versucht man aufgrund der heutigen Situation oder im vergleich mit anderen historischen Quellen seine äußerst detaillierten Beschreibungen nachzuvollziehen, so tun sich nur minimale Abweichungen auf. Auffallend ist auch, dass Nasir-i Husrau bei allem, das er nicht selbst gesehen oder erlebt hat, seine Quellen nennt und gegebenenfalls sogar bewertet. Diese beiden Punkte machen das Safarname auch in Hinsicht auf Beschreibungen, zu denen keine Vergleichsquellen zur Verfügung stehen sehr glaubhaft und lassen es in einer Kultur in der vage oder stark übertriebene Angaben keine Seltenheit sind, zu einer außerordentlich wertvollen Quelle werden.
Das Safarname im Spiegel der Biographie des Autors
Grundsätzlich sind direkte persönliche Bemerkungen des Autors im Safarname sehr selten. Über den größten Teil des Buches hinweg wird beschrieben, der Autor tritt bestenfalls dahingehend in Aktion, dass er von einem Ort zum anderen reist oder von anderen etwas erfährt, was dann wiedergegeben wird. So bleiben am Ende des Buches viele Fragen nach den persönlichen Umständen Nasir-i Husraus offen wie die nach seiner familiären Situation, wir wissen nichts von einer Frau Kindern oder anderen Verwandten außer zwei Brüdern, oder seiner finanziellen Ausgangslage. Auch was seine Reisebegleiter angeht beschränkt er sich zumeist darauf, von "wir" zu sprechen, erst gegen Ende des Buches erfahren wir, dass einer seiner Brüder und ein Diener mitreisen, wobei weiterhin unklar bleibt, ob es noch weitere Mitreisende gab.
Nichtsdestotrotz gibt es einige Stellen in dem Buch, in denen Nasir-i Husrau die Ebene des reinen Beschreibens verlässt und auf seine eigenen Angelegenheiten zu sprechen kommt. Eine, wenn nicht die entscheidendste Stelle ist gleich der Anfang des Buches. Der Autor berichtet von seiner Bekehrung im Traum und seiner Entscheidung, nach Mekka aufzubrechen. Interessant ist hier, dass sich die mit der Bekehrung einhergehenden Reflexionen, die im Safarname nur kurz angerissen werden in einigen Gedichten seines Divans wiederfinden[16]. Hier spricht er allerdings von einer langen Suche, die mit vielen Enttäuschungen einherging, ihn zuletzt jedoch zum Ziel führte. Der Traum findet in seinem poetischen Werk keine Erwähnung. Aus den Informationen die wir hier erhalten lässt sich auch eher schließen, dass Nasir-i Husrau bereits vor dem Antritt seiner Reise Ismailit wurde, während dies im Safarname offen bleibt.
Die Berichte Nasir-i Husraus im Safarname zeugen auch im weiteren eher von einer allgemeinen Frömmigkeit zusammen mit einer großen Bewunderung der Leistungen des ismailitischen Kalifats als dass sie klare Bekenntnisse formulierten oder theologische Standpunkte einnähmen. Auffällig ist vielmehr eine große Toleranz, die der Autor fremden Religionen gegenüber aufbringt wie zum Beispiel wenn er detailliert die Grabeskirche in Jerusalem beschreibt oder sich positiv über das Zusammenleben einer Gemeinschaft von Heiden am Roten Meer äußert. Dass sein Besuch in Jerusalem für Nasir-i Husrau ein einprägsames Erlebnis gewesen sein muss, lässt sich unschwer nicht nur an der Ausführlichkeit seiner Beschreibungen erahnen, sondern auch daran, dass er ein Gebet, das er in Jerusalem gesprochen hat noch sechs Jahre später in wörtlicher Rede wiedergibt eine Technik, die er im Safarname sehr sparsam anwendet.
Erstaunlicherweise fehlen diese tiefgreifenden persönlichen Eindrücke aus der heiligsten Stadt, aus Mekka geradezu völlig. Zwar verweilt er hier für sehr lange Zeit, ist sogar als Moscheediener tätig, dennoch bleiben seine Schilderungen sehr stark an der Oberfläche.
Auf ihrer Reise über die arabische Halbinsel geraten die Reisenden in große finanzielle Schwierigkeiten. Die genauen Gründe hierfür erfährt der Leser zwar nicht, dennoch sind die Berichte von diesem Abschnitt der Reise wohl die persönlichsten. Der Autor berichtet von den widrigen Umständen und den Sorgen der Reise und wie man sich am Leben hielt, interessant ist auch die Anekdote, in der die Reisegefährten wegen ihres verwahrlosten Zustandes aus dem Badehaus geworfen werden um wenige Tage später voller Genugtuung wie die Könige wieder zurückzukehren.
Die Abschlussbemerkung Nasir-i Husraus, dass er mit Gottes Hilfe eine Reise in den Osten plane bleibt der einzige Hinweis auf seine an die Reise anschließende Missionstätigkeit.
An dieser Stelle muß jedoch angeführt werden, dass alle überlieferten Exemplare des Safarname deutlich jünger sind als seine Entstehungszeit. Man darf also wohl nicht ausschließen, dass manche, vor allem persönliche Bemerkungen, die sich auf den ismailischen Glauben beziehen beim abschreiben ausgelassen oder verändert wurden, da sie politisch nicht mehr opportun waren, man die Reiseberichte aber nach wie vor schätzte. Abschließend lässt sich dies aber aus den heutigen Materialien nicht mehr beurteilen.
Das Safarname und die persische Sprache
Eine weitere große Bedeutung kommt dem Safarname durch seinen Einfluß auf die Entwicklung der Neupersischen Sprache zu. Das Neupersische hatte sich zwar schon Jahrhunderte vorher durch eine Vermischung des Mittelpersischen mit arabischen Elementen und vor allem mit der Schreibung durch die arabische Schrift herausgebildet, hatte jedoch lange Zeit nur als mehr oder minder regionale Sprache eine Rolle gespielt, während das Arabische die dominante Sprache der Region war. Auch beschränkte sich die persischsprachige Literatur dieser Zeit weitestgehend auf Dichtung. Das Safarname gilt heute gar als das erste große Prosawerk in Neupersischer Sprache, zuallermindest jedoch als ein Werk, dass eine beispielhafte Wirkung auf die sich entwickelnde Prosaliteratur der Folgezeit hatte. Für Nasir-i Husrau muss es in jedem Fall eine bewusste Entscheidung gewesen sein, seinen Reisebericht eben nicht auf arabisch, sondern auf persisch abzufassen und ein Zeichen neu aufkommenden persischen Nationalverständnisses.
Zitate und Anmerkungen
1. Zu allen biographischen Angaben in Bezug auf Nasir-i Husrau siehe: Hunsberger, Alice C. Nasir Khusraw - The Ruby of Badakhshan, London 2000
2. Deutsche Übersetzung zitiert nach: Husrau, Nasir-i, Safarname (ed. Mayrhofer, Manfred, trad. von Melzer, Uto), Graz 1993, S. 11
3. ebd. S. 13
4. ebd. S. 22
5. ebd. S. 40
6. ebd. S. 49
7. ebd. S. 64
8. ebd. S. 75
9. ebd. S. 79
10. ebd. S. 92
11. ebd. S. 92
12. ebd. S. 93
13. ebd. S. 97
14. ebd. S. 106
15. ebd. S. 107f
16. Zum Vergleich siehe hier hauptsächlich Gedicht 242 seines Divans.
Literatur
Husrau, Nasir-i, Safarnama-i Nasir-i Husrau (ed. Wazinpur, Nadir), Teheran 1971
Husrau, Nasir-i, Safarname (ed. Mayrhofer, Manfred, trad. von Melzer, Uto), Graz 1993
Rypka, Jan, Iranische Literaturgeschichte, Leipzig 1959
Hunsberger, Alice C. Nasir Khusraw - The Ruby of Badakhshan, London 2000
Richter-Bernburg, Lutz, Going places with Naser-e Khosrow and his translator. in: Die Welt des Islams 33, Leiden 1993
Ich hänge an dieser Stelle noch eine Karte mit dem Verlauf der Reisen an, die ich erstellt habe. Ich weiß noch nicht genau, wie und wo ich sie einbauen werde:
und noch ein Bild von den gewaltigen Stadtmauern in Amid (Diyarbakir), ist schon in den Wiki-Commons...
ganz schön für den Abschnitt über Jerusalem macht sich wohl das hier...
und noch was für Kairo:
Ein schönes Bild für Mekka, zwar aus deutlich älterer Zeit aber es verdeutlicht schön die Geographische Lage:

Zuletzt bearbeitet von Alexander Jost am 05.08.2007, 18:24, insgesamt 32-mal bearbeitet |
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Nina
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.06.2007 Beiträge: 9
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Verfasst am: 06.06.2007, 17:22 Titel: |
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Hallo Alex,
im Sinne eines regen Forums hier ein paar Anmerkungen meinerseits:
zur Gliederung:
Ich würde mir wünschen, wenn du Punkt 3 weiter vorne unterbringen könntest und die Reisebeschreibung weiter hinten. Vielleicht wäre es sinnvoll eine kurze Inhaltsangabe der ausführlichen Darstellungen voranzustellen - für den Nutzer mit weniger Zeit oder Interesse.
zur Karte:
Ich finde die Karte sehr gut und völlig ausreichend, um einen Überblick über die Reiseverläufe zu gewinnen. Es wäre vielleicht ratsam, wenn du die einzelnen Verläufe noch mit Nummern versehen oder der Karte eine Legende zur Erklärung der Farben hinzufügen würdest. Also, erste Reise im Zeitraum xy, zweite Reise...
zum Überblicksartikel:
Falls du noch einen kurzen Überblicksartikel finden solltest, wäre dies wirklich hilfreich. Das wollte ich gestern noch sagen, habe ich aber vergessen.
Beste Grüße und frohes Schaffen, Nina |
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Alexander Jost

Anmeldungsdatum: 11.05.2007 Beiträge: 18
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Verfasst am: 07.06.2007, 10:11 Titel: |
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Hallo Nina, Danke für Deine Anregungen. Du hast recht, daß ich der detaillierten Reisebeschreibung mehr allgemeine Information voranstellen sollte. Den ganzen Punkt drei nach vorne ziehen würde ich allerdings ungern, weil der doch, wie ich meine, noch etwas spezieller wird als Punkt 2. Was aber vielleicht eine gute Lösung wäre, wäre, in der Personenbeschreibung Nasir-i Husraus noch mehr allgemeine Informationen einfließen zu lassen, da die Thematik ja unmittelbar mit seinem Lebensweg verbunden ist, düfte das kein Problem sein. Wenn sich dann mit dem anderen Artikel ein bisschen was doppelt, macht's auch nichts...
EDIT: Ich glaube, ich werde auch die Kapitel in Punkt zwei etwas zusammenschneiden.
EDIT: Was den einführenden Text betrifft hab ich ehrlich gesagt noch nichts wirklich passendes gefunden. Am ehesten vielleicht das Kapitel "Nasir-i Husrau" im Rypka, S.182 ff, aber das ist halt auch mehr über den Autor, kaum über das Werk. |
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Martin
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.06.2007 Beiträge: 9 Wohnort: Nehren
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Verfasst am: 11.06.2007, 21:10 Titel: |
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Hallo Alex!
Wow, das nimmt ja schon Form an !
Ich weiss, das ändert sich noch alles, aber was ich jetzt erst mal in Deiner Gliederung nicht verstanden habe, ist der Unterschied zwischen 2.2.3 und 2.2.3 ... Ist der Gute von Mekka nach Mekka gereist ?
Und mach doch aus der vierten Reise bitte 2.4. ...
Wirst Du unter 3.1. auch auf die Bedeutung des Werkes kurz nach seiner Entstehungszeit eingehen bzw. grundsätzlich auf seine Rezeption ?
Grüsse
Martin |
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Mariam
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.05.2007 Beiträge: 16
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Verfasst am: 12.06.2007, 15:52 Titel: |
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Hallo Alex,
wie in der Besprechung letzten Dienstag gesagt, wäre es für mich wichtig, dass das Safarname als Literaturgattung in der persischen Literatur auch einen Teil in deiner Arbeit bekommt. Dann kannst du die Bedeutung des Safarnames des Nasir-e-Khosrow als herausragendes Beispiel eines Safarnames darstellen und darauf eingehen, wie er die typischen Merkmale einarbeitet und wann er von der Norm abweicht (ein kleiner analytischer Teil, der zu 3.2 passt). Auch ich würde deshalb den Punkt 3 nach vorne ziehen.
Liebe Grüße, Mariam |
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Martina Franz
Anmeldungsdatum: 14.05.2007 Beiträge: 6
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Verfasst am: 12.06.2007, 20:45 Titel: |
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Hallo Alex !!
Vielleicht könnte man ja die Anordnung der Inhaltsangabe des Safarname so gestalten, dass überhaupt keine Verwirrungen durch viele Unteraufzählungen wie 2.2.3 usw. entstehen können. Ich würd mir die Gliederung etwa kapitelweise vorstellen, also anstatt
" 2 Die Reisen" würd ich Kap. II setzen
Kap. II Die Reisen
und dann weitermachen mit
Kap. III Die erste Reise
1. Vor der Abreise
2. Nordiran
3. Levante
4. Jerusalem
Kap. IV Die zweite Reise usw.
Bis die Tage !
Martina |
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Alexander Jost

Anmeldungsdatum: 11.05.2007 Beiträge: 18
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Verfasst am: 01.07.2007, 20:32 Titel: |
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Oh je, oh je, Leute, auf irgendeine Art und weise hat das Forum aufgehört mich von neuen Beiträgen per mail zu benachrichtigen und ich bin davon ausgegangen, daß Ihr alle schlaft und hab mich auch recht sicher gefühlt... jetzt ist da also ein ganzer Berg. Danke aber erst mal für die vielen Kommentare!
ad Martin:
Da hast du recht mit deiner Anmerkung, jetzt sehe ich's auch, es gibt zwei 2.2.3, ich wollte eigentlich die beiden kurzen Mekkareisen unter einem Punkt zusammenfassen, weil es da nicht so herausragend viel drüber zu schreiben gibt, aber da man die Reisen ja nun gemeinhin schonmal in vier unterteilt, sollte ich mich dieser Tatsache der besseren Übersichtlichkeit halber wohl beugen.
ad Mariam:
Das Safarname als Reisebericht als literarische Gattung als solche möchte ich eigentlich nicht auseinandernehmen. Ich verweise ja am Anfang des Artikels auf die Wortbedeutung und auch auf andere vorhandene Safarnameha, damit sehe ich meine Schuldigkeit eigentlich getan. Auch möchte ich nach wie vor zumindest ein wenig die Reihenfolge Narratio - Argumentatio einhalten und Punkt drei nicht nach vorne ziehen. Ich werde allerdings wohl meine Eingangsworte noch etwas ausbauen.
ad Martina:
Das mit dem 2.2 und 2.2.3 ist eine allgemein übliche Form bei der Wikipedia, die mir eigentlich auch ganz sympathisch ist. Alle großen Wiki-Artikel mit ausführlich sortiertem Inhaltsverzeichnis bedienen sich dieser Zählweise.
So, und jetzt an die Umsetzung
EDIT: Jetzt is erstmal gut für heute, das mit den einzelnen Karten für die einzelnen Abschnitte habe ich nicht vergessen, wird dann später realisiert. Gute Nacht, ihr lieben! |
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Alexander Jost

Anmeldungsdatum: 11.05.2007 Beiträge: 18
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Verfasst am: 09.07.2007, 21:06 Titel: |
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So, jetzt ist der Abschnitt über Jerusalem auch mit drin. Steter Tropfen höhlt den Stein...
EDIT: Kairo auch  |
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Alexander Jost

Anmeldungsdatum: 11.05.2007 Beiträge: 18
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Verfasst am: 15.07.2007, 21:26 Titel: |
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Ich wäre somit mit der Rohfassung des Teils, der die Reisebeschreibung umfasst am Ende angelangt, weiter komme ich bis zum Treffen morgen nicht mehr. Um Details wie die Verlinkung, die korrekten Umschriften und dergleichen werde ich mich zu einem späteren Zeitpunkt kümmern. Ich gedenke auch allen deutschsprachigen Zitate, die der Text enthält in Fußnoten die persischen Originalsätze gegenüberzustellen.
Ich hoffe auf eure Gnade und widme mich jetzt dem Studium der chinesischen Sprache... |
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Maria Josua
Anmeldungsdatum: 12.05.2007 Beiträge: 14
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Verfasst am: 17.07.2007, 08:31 Titel: |
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Hallo Alex,
nochmal zur Umschrift: jetzt hast du ja im Text doch die OPAC-taugliche Transskription verwendet. (Mal auch einen Bindestrich vergessen, hab's genau gesehen. )
Wenn du zu Naser Khosrow nichts schreibst, reicht es ja, wenn oben in der Kurzzusammenfassung und im Text auf seinen Namen verlinkt wird, dann könntest du den ersten Punkt weglassen.
Sollen die Zitate kursiv werden wie am Anfang oder nicht?
Ansonsten kannst du den Text gerne mal durch ein stupides Word-Rechtschreibprogramm inkl. Grammatikkontrolle jagen, es sind noch ein paar Tippfehler drin, v.a. auch bei Groß- u. kleinschreibung.
Manche Sätze sind syntaktisch etwas fragwürdig (v.a. 4. Reise nach Gastfreundschaft), aber nur bei "von Mekka nach Basra" wird's unlogisch, es fehlt wohl ein "nicht" bei den Abu Sa'id.
Bei der Heimkehr fehlt ein Substantiv bei Mahruban, außerdem gibt es keine "Herreise" (außer vielleicht bei persischen Anhaltern? ).
Soweit mal die unglaublich konstruktive Kritik...
Viele Grüße,
Maria |
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Alexander Jost

Anmeldungsdatum: 11.05.2007 Beiträge: 18
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Verfasst am: 05.08.2007, 18:31 Titel: |
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Sodele, damit wäre das Etappenziel erreicht und ich freue mich, Euch eine natürlich noch gänzlich ungeschliffene Rohfassung meines Artikels vorlegen zu dürfen. Schaut es Euch mal and und kritisiert schön fleißig (nicht zu fleißig )
Die Frage mit dem Kartenmaterial würde ich gerne erst dann lösen, wenn ich mir selbst im klaren bin, was für Möglichkeiten Wikipedia hinsichtlich des Einbaus bietet. Als Umschrift habe ich jetzt zunächst mal ganz überwiegend, wenn ich das richtig sehe die kastrierte DMG-Umschrift gewählt, kann man natürlich auch noch irgendwie ändern.
Was den Umfang angeht, so gibt das ganze in einem Word-Dokument je nach Zählweise und Formatierung 15-18 Seiten, ich sehe mich also an dieser Stelle jetzt erstmal nur noch sehr eingeschränkt genötigt die Wikipedia um weitere Artikel aus artverwandten Gefilden zu erweitern und werde mich jetzt erstmal für eine Weile Hausarbeit Nr. 2 widmen...
Viel Spaß allen, die noch am wurschteln sind! |
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Judith Wanner
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.05.2007 Beiträge: 10
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Verfasst am: 11.09.2007, 11:28 Titel: judiths meinung |
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Hallo Alex!
Ich habe bei deinem Artikel echt was gelernt, Danke!
Schön finde ich deine Zitate, sie machen den Text greifbarer und interessanter.
zu 2.3.1. Ich weiss, das ist vielleicht haarspalterisch, aber willst du Akka nich Akko nennen? Da kann der Moderne Mensch von heute mehr mit anfangen
zu 3.2. : Wenn die Bekehrung am Anfang nicht die entscheidenste Stelle ist, welche ist sie dann?
der Teil über Jerusalem Pakästina und Mekka gefällt mir seh, da du hier nicht nur einen dekriptiven stil hast, sondern auch schon analysierst. Andere Stellen deines Artikels z.B die dritte Reise und vierte Reise sind dagegen sehr deskriptiv - was sich etwas trocken liest, aber gegebenenfalls auch wichtig sein kann, wenn man sich über den reinen Inhalt der Safername interessiert
Ansonsten: Respekt und bis bald,
Judith |
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